Montag, 29. Juni 2009

Welchen Raum braucht das Denken?

Das Denken braucht ganz im architektonischen Sinne einen Raum, der nicht zu groß, nicht zu klein ist, indem das Nötigste vorhanden ist, um seine Gedanken aufzuschreiben. In diesem Raum müssen sich problemlos 3 bis 4 Personen aufhalten können und 3 können dort zusammen arbeiten, mehr sollten es allerdings nicht sein. D.h., es müssen 3 Tische hineinpassen, 3 Computer sind nicht unbedingt notwendig, da man sich abwechseln kann, sind allerdings von Vorteil für den Fall, dass alle 3 gleichzeitig schreiben wollen. Es sollte kein Raum sein, der einlädt, um sich dort zu versammeln, er sollte schlicht und neutral sein, nicht zu viel Ablenkung enthalten. Notwendiges Material: Lexika, Wörterbücher oder andere benötigte Literatur sollen sich dort befinden, außerdem ist der Zugang zum Internet wünschenswert, jedoch nicht unbedingt notwendig, da dieses auch zur Zerstreuung führen kann. Um den Raum herum sollte Ruhe herrschen, fast absolute, so dass das Denken nicht durch störenden Lärm (sei dies Musik, laute Gespräche oder maschineller Lärm) erschwert wird. Außerdem sollte der Raum in einer angenehmen Umgebung liegen, am besten in unmittelbarer Nähe von Natur, zumindest von Grünflächen, dies schafft gute Luft und angenehme Erholung. Außerdem bietet Natur meistens eine attraktives Sinnerlebnis für das Auge, die Umgebung sollte positiv einwirken auf den Denker, allerdings nicht zuviel Ablenkung bieten.
Alle für die menschlichen Bedürfnisse notwendigen Einrichtungen: Toiletten, Wasser, Lebensmittel müssen in unmittelbarer Nähe sein. Die Möglichkeit zum Kommunizieren mit anderen Personen muss vorhanden sein, sei es durch das Treffen von in ähnlicher Weise Beschäftigten z.B. zu einem gemeinsamen Essen, oder über Telefonate sowie über das Internet (e-mail). Mag sein, dass bei Frauen und Männern das Kommunikationsbedürfnis unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Völlige Isolation ist jedoch in keinem Fall förderlich, das Denken muss kommuniziert werden, um es zu verfestigen und zu strukturieren. Feedbacks sind wichtig. Es sollte die Möglichkeit bestehen, den Raum zu jeder Tages- und Nachtzeit zu nutzen.